Die mobile Werkzeugmaschine

Niedersachsen ist ein Land der kreativen Köpfe und innovativen – das zeigt auch unser sechstes Beispiel der Reihe „Blick in die Praxis“ zeigt.

In der Regel ist die Bearbeitung großer Bauteile mit einem enormen Aufwand verbunden, da diese zur Bearbeitung zu den entsprechenden Maschinen transportiert werden müssen. Die Maschine steht zudem für eine längere Zeit nicht zur Verfügung und es entstehen hohe Transportkosten. Warum also nicht die Maschine zum Bauteil kommen lassen? 

Die Picum MT GmbH aus Garbsen hat eine mobile Werkzeugmaschine entwickelt, die eine flexible und komplexe Bearbeitung großer Bauteile vor Ort ermöglicht. Picum MT erfüllt damit ein bisher unerfülltes Kundenbedürfnis und kombiniert die Vorzüge von Werkzeugmaschinen mit denen eines Roboters. Das Ergebnis: Zeit- und Kostenersparnis. Möglich wird dies unter anderem auch durch eine integrierte Digitalisierungs- und Sensorik-Lösung, die Bahnplanungen der Werkzeugwege in kürzester Zeit direkt vor Ort am Bauteil ermöglicht.

Mit der innovativen Idee hat Picum MT, eine Ausgründung aus der Leibniz Universität Hannover, gefördert durch das Förderprogramm EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft des BMWi, bereits zahlreiche Preise gewonnen. Zuletzt wurde Picum MT im Rahmen des deutschen Innovationswettbewerb 2018 „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ prämiert. Die Auszeichnung würdigt innovative Ideen auf drängende gesellschaftliche Fragen. Darüber hinaus gehörte Picum MT zu den Nominierten für den Innovationspreis Niedersachsen 2018 in der Kategorie „Wirtschaft“.